Trägerkonzeption

Der Träger

Der Träger ist eine gemeinnützige GmbH, die aus dem gemeinnützigen Verein MiniKitas in Berlin e.V. entstanden ist. Er ist ein freier Träger der Jugendhilfe. MiniKitas First gGmbH unterhält neun Kleinsteinrichtungen in vier Berliner Stadtbezirken mit insgesamt 200 Plätzen. 

 

Einrichtungen von MiniKitas First gGmbH

 

Stadtbezirk Mitte

 

 

Kita Swimmy (25 Plätze)

Siemensstraße 10, 10551 Berlin

Tel.: 030/39749327

Mail: swimmy@minikitas.de

 

 

Kita Tipi (20 Plätze)

Prinz-Eugen Straße 16, 13347 Berlin

Tel.:

Mail: tipi@minikitas.de

 

Stadtbezirk Pankow

 

Kita Blumenkinder (25 Plätze)

Florastr. 23 13187 Berlin

Tel.: 030/49913220

Mail: blumenkinder@minikitas.de

 

Verbundkita Pankow - Die Wölfe (35 Plätze)

Wolfshagener Str. 68 13187 Berlin

Tel.: 030/20093939

Mail: kitapankow@minikitas.de

 

Kita Kleine Tüftler (20 Plätze)

Bötzowstr. 6 10437 Berlin

Tel.: 030/42800642 2

Mail: kleinetueftler@minikitas.de

 

Kita Hausburg (23 Plätze)

Thaerstraße 28b. 10249 Berlin

Tel.: 030/41721972

Mail: hausburg@minikitas.de 

 

Das Ziel der gGmbH ist die inklusive Bildung und Erziehung von Kindern im Alter von 1 bis 6 Jahren. Die Kindertagesstätten der gemeinnützigen Gesellschaft zeichnen sich durch pädagogische Vielfalt, multikulturelles Miteinander und multiprofessionelles pädagogisches Fachpersonal aus. Die dort tätigen pädagogischen Fachkräfte verfügen über ein hohes Maß an fachlichem Wissen und sind befähigt Tageseinrichtungen eigenständig zu führen.

Wir sind gleichzeitig ein Ausbildungsbetrieb und geben jungen Menschen die Möglichkeit, sich über die berufsbegleitende Ausbildung für den Beruf des/der ErzieherIn zu qualifizieren oder über einen Quereinstieg die notwendigen Zusatzqualifikationen für diesen Beruf zu erlangen. Praktikantinnen und Praktikanten sind eine wertvolle Bereicherung unserer Teams. (siehe Ausbildungskonzeption, Leitfaden für Praktikantinnen und Praktikanten)

Unsere Kindertagesstätten befinden sich im Erdgeschoss von Wohnhäusern. Sie haben in der Regel mit drei Gruppenräumen, ein Kinderbad, eine Küche, ein Erwachsenen-WC und ein Büro und sind nach den gesetzlich vorgeschriebenen Standards und darüber hinaus ausgestattet. Die Öffnungszeiten umfassen je nach Einrichtung zwischen neun und zehn Stunden. Wir bieten vor allem Teilzeit- und Ganztagsplätze an.

Die Einrichtungen sind untereinander vernetzt, sodass ein reger Austausch stattfindet und die Kinder individuell nach ihren Neigungen und ihrem Alter gefördert werden können.

Finanziert werden die Betreuungsplätze im Rahmen von Zuwendungs- und Leistungsverträgen durch eine Kostenerstattung des Landes Berlin, Eigenleistungen des freien Trägers und einer Kostenbeteiligung der Eltern (§24 (1) KitaG) 

 

 

Sitz und Ansprechpartner

 

Geschäftsführung

Ina Kratzheller und Julia Hertel

Riedemannweg 6 13267 Berlin

Tel.: 030/39880470

Fax: 030/39880469

Mail: ina.kratzheller@minikitas.de & julia.hertel@minikitas.de

 

BdoL, Sicherheitsbeauftragte 

Ina Kratzheller

Riedemannweg 6 13267 Berlin

Tel.: 030/39880470

Fax: 030/39880469

Mail: ina.kratzheller@minikitas.de

 

Pädagogische Leitung 

Kati Nguimba

Riedemannweg 6 13267 Berlin

Tel.: 030/39880470

Fax: 030/39880469

Mail: kati.nguimba@minikitas.de

 

Beschwerdemanagement

Ina Kratzheller

Tel.: 030/39880470

beschwerde@minikitas.de

 

Kinderschutzbeauftragte

Kati Nguimba

Tel.: 015141435811

Kati.nguimba@minikitas.de

 

 

Geschichte des Trägers

 

2004 wurde der gemeinnützige Verein MiniKitas in Berlin e.V. gegründet. Mehrere ehemalige Tagesgroßpflegestellen wie die Kinderläden Swimmy und Sonnenstern in Mitte schlossen sich mit dem Ziel als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt zu werden zusammen. Die Kinderläden sollten weiterhin als Kleinsteinrichtungen mit maximal 25 Plätzen bestehen bleiben. Ein kleines internes Fortbildungsinstitut sollte die Weiterbildung des pädagogischen Fachpersonals unterstützen.

Im Juni 2004 wurde die erste eigene Einrichtung in Pankow (Kinderladen Blumenkinder) eröffnet. Es folgten der Kinderladen Findus im Prenzlauer Berg im September 2004 (2008 umbenannt in Kinderladen Kleine Tüftler) und der Kinderladen Itsy Bitsy in Pankow im Dezember des gleichen Jahres. Im Februar 2009 eröffnete der Träger die vierte Einrichtung, den Kinderladen Hausburg im Friedrichshain.

Im August 2010 erfolgte die Umfirmierung in eine gemeinnützige GmbH. Der Träger professionalisierte sich weiter und die Kinderläden entwickelten sich zu Kindertagesstätten. Mit dem Qualitätsmanagement wurde ein trägereigenes QM-Handbuch erarbeitet. Arbeitsgruppen bildeten sich. Das Fortbildungsinstitut bietet die Fortbildungen nicht mehr nur trägerintern sondern auch für externe Fachkräfte an.

2014 vergrößerte sich die gGmbH erneut. Die Kita Kamminer Schlösschen in Charlottenburg eröffnete. Die Kita Itsy Bitsy wurde als Krippe ausgebaut und befindet sich nun als Verbundkita Pankow im Verbund mit der Kita Milli und Molli. Seit November 2014 ist die Kita Swimmy in neuen größeren Räumen in der Siemensstraße zu finden.

2016 plant der Träger einen weiteren Ausbau. Die Kitas Hausburg und Sonnenstern ziehen in neue Räume. Die Platzkapazität der Kita Sonnenstern wächst auf 30 Plätze an. Im Herbst 2016 ist die Eröffnung der Kita Prinz Eugen in Berlin-Wedding geplant. 

 

Unsere kleinen Einrichtungen bieten eine alternative Betreuungsform zu Großeinrichtungen und Elterninitiativen. In unseren Kitas werden Kinder in familiärer Atmosphäre betreut, Eltern sind eingeladen, sich im Rahmen der konzeptionellen Entwicklung im Kitaalltag zu engagieren, müssen darüberhinaus aber keine zusätzlichen Aufgaben in Bereichen wie Verwaltung oder Hauswirtschaft übernehmen. 

 

 

Leitbild

 

Jeder Mensch hat die Chance, bei uns seinen Platz zu finden, unabhängig von seiner Herkunft, Weltanschauung, Religion, (Aus)Bildung, Geschlechtszugehörigkeit, Alter, sexuellen Orientierung oder einer Beeinträchtigung.

In unseren Kitas kommen unterschiedliche Menschen aus vielfältigen Lebenswelten mit ihren individuellen sozialen, kulturellen, familiären und Bildungshintergründen zusammen. Diese Vielfalt macht uns alle aus – pädagogisches, hauswirtschaftliches und Verwaltungspersonal, Kinder, Eltern und andere Familienmitglieder. Diese Vielfalt anzuerkennen und zu schätzen ist ein Grundsatz unserer Arbeit. Kinder in unseren Einrichtungen erfahren diese Vielfalt, indem sie sie bewusst und aktiv erleben. Jeder Mensch in unserem Unternehmen wird mit seinen individuellen Ressourcen wertgeschätzt und kann sich aus dieser Basis heraus entwickeln – in seinem eigenen Tempo und mit seinen eigenen Zielen. Vorurteile und Einseitigkeiten hinterfragen wir bewusst und setzen uns gegen Herabsetzung und Diskriminierung ein.

 

Wir begegnen uns in gegenseitiger Wertschätzung und Anerkennung.

Wir schätzen einen respektvollen, wertschätzenden und offenen Umgang miteinander. Unsere Arbeit ist transparent für Kinder, Eltern, Kollegen und Kolleginnen und die Öffentlichkeit. Wir reflektieren unsere Arbeit, hinterfragen sie kritisch und geben uns Anerkennung für Erfolge. Wir kommunizieren offen Eltern, Kollegen und Kolleginnen und Vorgesetzten gegenüber. Problemen und Schwierigkeiten begegnen wir lösungsorientiert. Konflikte verstehen wir als Chance zur Entwicklung und gehen sie bewusst und offen an.

 

Wir sind uns selbst und unseren Ressourcen gegenüber verantwortlich.

Wir sind uns unserer Verpflichtung, Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen, bewusst. Dazu gehört auch, Verantwortung uns selbst gegenüber wahrzunehmen und unsere Grenzen anzuerkennen. Für eine gesunde Arbeitsatmosphäre und – Umgebung im Kita- und im Trägerteam sorgt jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin. Wir gehen nachhaltig mit unseren Ressourcen und Arbeitsmitteln um und sind sensibel im Umgang mit natürlichen Ressourcen. Kinder lernen mit den Erwachsenen der Einrichtung eine verantwortungsvolle, nachhaltige und zukunftsorientierte Beziehung zu unserer Umwelt aufzubauen.

 

Wir stehen für kooperative Vernetzung nach innen und außen.

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unseres Unternehmens, Kinder und ihre Familien und Menschen aus anderen Institutionen und den Sozialräumen unserer Einrichtungen verfügen über ein großes Potential an Wissen und Können. Wir nutzen dieses Potential, indem wir in den Austausch gehen, voneinander lernen und partnerschaftlich zusammenarbeiten. Jeder Mensch in unserem Unternehmen hat ein Recht auf Mitwirkung. Mitarbeiter, Mitarbeiterinnen und Eltern können sich in unterschiedlichen Gremien an der Gestaltung des Alltags und der Entwicklung der Organisation beteiligen. Pädagoginnen und Pädagogen eröffnen allen Mädchen und Jungen Gelegenheiten, sich nach ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten an der Gestaltung des Kitaalltags zu beteiligen. 

 

Leistungen und Aufgabenbereiche

 

Trägerebene

 

Die Aufgaben der Geschäftsführung umfassen die Sicherstellung aller verfügbaren personellen und materiellen Ressourcen zur Erfüllung des gesellschaftlichen Auftrags der Betreuung, Erziehung und Bildung der uns anvertrauten Kinder.

Die Fachkräfte werden durch eine pädagogische Fachberatung im pädagogischen Alltag und die Sicherheitsbeauftragte des Trägers im arbeitsschutzrechtlichen Bereich unterstützt. Die Prozesse der Qualitätsentwicklung werden durch die Beauftragte der obersten Leitung gesteuert. Die Kinderschutzbeauftragte des Trägers sorgt mit Fachberatung und Fortbildung für ordnungsgemäße Abläufe in Kinderschutzfällen. Im Rahmen des Beschwerdemanagements gibt es eine beim Träger ansässige Beschwerdestelle für Eltern, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.

Kitaübergreifende Arbeitsgruppen und der Qualitätszirkel für die Teamleitungen der Einrichtungen bieten den Raum für Zusammenarbeit und Mitwirkung jeder Kollegin und jedes Kollegen. Die Arbeit in den Arbeitsgruppen und im Qualitätszirkel umfasst neben der kollegialen Beratung und der Fortbildung auch die Entwicklung von Qualitätskriterien für pädagogisches Handeln in dem jeweiligen Aufgabenbereich und die Entwicklung von kitaübergreifenden Verfahrenswegen und Arbeitsmaterialien. Im Rahmen des Qualitätszirkels entwickeln wir gemeinsam mit der Geschäftsführung, der Beauftragten der obersten Leitung und der pädagogischen Leitung unser trägereigenes Qualitätshandbuch.

Im Rahmen des Projekts unternehmensWert: Mensch im Kontext der Fachkräfte-Offensive der Bundesregierung und der Initiative Neue Qualität der Arbeit, finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) arbeiten wir gemeinsam in unterschiedlichen Gremien unseres Trägers daran, ein motivations-, gesundheits- und innovationsförderliches Arbeitsumfeld zu schaffen. Ein wichtiges Gremium in diesem Projekt ist der 2015 gegründete Gesundheitszirkel, in dem Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus allen Hierarchieebenen des Trägers Ideen und Konzepte entwickeln. 

 

 

Kitaebene

 

Die pädagogischen MitarbeiterInnen in den Kindertagesstätten erfüllen den pädagogischen Auftrag zur Betreuung, Erziehung und Bildung der Kinder, das hauswirtschaftliche Personal schafft den notwenigen Rahmen für die Erfüllung dieses Auftrags. Die Kitateams arbeiten eigenverantwortlich im Rahmen der pädagogischen Alltagsgestaltung.

 

Die MiniKitas First gGmbH beschäftigt mehr als 40 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Ca. 30% sind männliche Mitarbeiter, die sowohl im pädagogischen als auch hauswirtschaftlichen Bereich tätig sind.

 

Unser pädagogisches Fachpersonal ist multiprofessionell. Es besteht aus staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern, SozialpädagogInnen, HeilpädagogInnen und KindheitspädagogInnen. Einige Fachkräfte verfügen über eine Zusatzqualifikation als FacherzieherIn für Integration oder MontessoripädagogIn.

 

Als Ausbildungsbetrieb unterstützen wir ErzieherInnen, die sich in der berufsbegleitenden Ausbildung befinden, und Quereinsteigerinnen.

Unser hauswirtschaftliches Personal verfügt über eine Ausbildung in unterschiedlichen gastronomischen oder hauswirtschaftlichen Bereichen. Die AG Hauswirtschaft wird von Frau Kreil geleitet, die über einen Abschluss als Diplomökotrophologin verfügt.

Jedes Kitateam hat eine/n Sicherheitsbeauftragte/n, der/die nicht gleichzeitig in der Leitungsfunktion sein muss. Um einen nachhaltige und genaue Ausübung dieser Funktion zu gewährleisten, ist es uns wichtig, diese Aufgabe nach Motivation und Interessenlage zu vergeben. Der / Die Sicherheitsbeauftragte der Einrichtung ist verantwortlich für die Schulung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Einrichtung, die regelmäßige Gefährdungsbeurteilung und die Umsetzung der gesetzlichen Bestimmungen und Vorgaben aus dem trägerinternen QM-Handbuch „Sicherheit und Hygiene“. Die Sicherheitsbeauftragten der Einrichtungen bilden sich in trägerinternen oder bei externen Fortbildungen weiter. 

 

Gesetzliche Grundlagen

• SGB VIII

• Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und Kindertagespflege (KitaFöG)

• Kindertagesförderungsverordnung (VoKitaFöG)

• Qualitätsvereinbarung Tageseinrichtungen (QVTAG)

• Rahmenvereinbarung über die Finanzierung und Leistungssicherstellung der Tageseinrichtungen.

  (RV Tag)

• Berliner Bildungsprogramm 

Betriebskultur

Unsere Betriebskultur ist geprägt von einer partizipativen und kooperativen Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Eine offene und ehrliche Arbeitsatmosphäre ist die Grundlage unseres Handelns. Kinderladenübergreifende Arbeitsgruppen und der Qualitätszirkel für die Teamleitungen bzw. Qualitätsbeauftragten der Einrichtungen bieten den Raum für Zusammenarbeit und Mitwirkung 5 jeder/jedes einzelnen Kollegin/Kollegen. Die Arbeit in den AGen und im Qualitätszirkel umfasst neben der kollegialen Beratung und der Fortbildung auch die Entwicklung von Qualitätskriterien für pädagogisches Handeln in dem jeweiligen Aufgabenbereich und die Entwicklung von kinderladenübergreifenden Verfahrenswegen und Arbeitsmaterialien. Im Rahmen des Qualitätszirkels entwickeln wir gemeinsam mit der Geschäftsführung, der Beauftragten der obersten Leitung und der pädagogischen Leitung unser trägereigenes Qualitätshandbuch. Die Teams arbeiten eigenverantwortlich im Rahmen der pädagogischen Alltagsgestaltung. Immer zwei Kinderläden kooperieren miteinander in Bezug auf eine Notbetreuung in den Schließzeiten. 

Pädagogische Arbeit

Die MiniKitas First gGmbH ist ein freier Träger mit einem humanistischen Weltbild. Unsere Bildungsarbeit beruht auf einem inklusiven, interkulturellen und vorurteilsbewussten Konzept und orientiert sich an den Werten, der Würde und den Interessen des einzelnen Menschen. Sie bezieht sich auf die UN-Menschenrechtscharta und der UN-Kinderechtskonvention.

Alle Kindertagesstätten der MiniKitas First gGmbH arbeiten nach dem Situationsansatz. In einigen Kitas wird die pädagogische Arbeit durch montessoriorientierte Angebote unterstützt. Pädagoginnen und Pädagogen knüpfen an die Lebenssituationen der Kinder und ihrer Familien an und bieten den Kindern Möglichkeiten und Gelegenheiten sich die Lebenswelt auf komplexe Weise und in für sie bedeutsamen Sinn- und Handlungszusammenhängen anzueignen. Alle pädagogischen Fachkräfte orientieren sich an den konzeptionellen Grundsätzen des Situationsansatzes.

 

Eine bewusste Auseinandersetzung mit Werten und Normen findet im täglichen Zusammenleben statt. Regeln vereinbaren wir gemeinsam auf allen Ebenen: Kinder-Kinder, Kinder-PädagogInnen, PädagogInnen-Eltern, MitarbeiterInnen-Träger, Träger-Eltern.

 

Partizipation

 

Jeder Mensch hat bei uns die Möglichkeit an der Gestaltung des Alltags, der Arbeitsumgebung und der Atmosphäre mitzuwirken.

 

Mitarbeiterebene

MitarbeiterInnen wählen einmal im Jahr MitarbeitervertreterInnen, die die Interessen der MitarbeiterInnen der Geschäftsführung gegenüber vertreten.

Im Rahmen der unterschiedlichen Arbeitsgruppen haben alle MitarbeiterInnen der MiniKitas First gGmbH die Möglichkeit, Qualitätsstandards zu entwickeln.

 

Elternebene

Nach §14 KitaFöG sind Fachkräfte in Kindertagesstätten verpflichtet, Eltern an wesentlichen Angelegenheiten der Kita zu beteiligen. Im Rahmen der Elternversammlungen und der Elternvertretungen in den Einrichtungen und des Elternbeirates auf Trägerebene haben Eltern bei der MiniKitas First gGmbH die Möglichkeit zur Partizipation. Alle MitarbeiterInnen von MiniKitas setzen sich im Rahmen der Evaluation und von Fortbildungen mit den Themen Gestaltung der Erziehungspartnerschaft und der Partizipation auseinander. Regelmäßig stattfindende Elternbefragungen geben ein Feedback zur Zufriedenheit der Eltern bei MiniKitas First gGmbH.

 

Kinderebene

PädagogInnen machen sich die Rechte der Kinder bewusst und reflektieren ihre eigenen Norm- und Wertvorstellungen. Sie entwickeln ein Klima und einen Umgangsstil in der Kindertagesstätte, der von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt ist.

Sie tragen dazu bei, dass das/die Kind/er lernt/en, sensibel mit sich und anderen umzugehen und auf Fairness und Gerechtigkeit zu achten.

 

Das Handeln der Pädagoginnen ist von Empathie geprägt, d. h. sie versetzen sich in die Gefühlslagen von Kindern und sprechen über eigene Gefühle. Sie ermuntern jedes Kind, seine Gefühle und Ängste zu zeigen. Die PädagogInnen nehmen die Konflikte von Kindern ernst und sie bestärken Kinder, eigene Ansprüche und Wünsche angemessen zu äußern. Sie unterstützen die Kinder darin, sich über die unterschiedlichen Erwartungen zu verständigen und Kompromisse auszuhandeln. Im Vordergrund steht dabei die eigenständige Konfliktlösung von Kindern. Die PädagogInnen vermitteln den Kindern Handlungsperspektiven.

Die PädagogInnen lassen Kinder die Gültigkeit und Sinnhaftigkeit von Regeln in konkreten Situationen erfahren und erleben. Die Kinder werden von ihnen darin unterstützt, mit zunehmendem Alter eigene Regeln für ihr individuelles und gemeinschaftliches Leben zu entwickeln. Die kritische Betrachtung von bestehenden Regeln wird von den PädagogInnen aus der Perspektive der Kinder hinterfragt. Sie bemühen sich um Regeln, welche die Freiheit der Kinder nicht einschränken.

Sie entwickeln gemeinsam mit den Kindern angemessene Formen für Beschwerdeverfahren, Partizipation und Mediation in Konflikten. Instrumente können z.B. sein: Kinderforum, Streitschlichter, Beschwerdebriefkasten.

 

Inklusion

 

In der Arbeit mit Kindern und ihren Familien und in der Zusammenarbeit im Team berücksichtigen wir die individuellen Lernvoraussetzungen und Lebenswelten. Wir treten Ausgrenzung und Diskriminierung entgegen. Dafür erweitern wir unsere pädagogischen Kompetenzen diversitätsbewusst und diskriminierungskritisch.

Verschiedenheit begreifen wir als Normalität und als Lernfeld. Wir gestalten eine Kultur des Respekts allen Menschen gegenüber. Gleiche Behandlung verstehen wir als Verpflichtung, jeden Menschen mit seinen individuellen Voraussetzungen und Bedürfnissen anzuerkennen und gemeinsam Möglichkeiten für seine Entwicklung zu finden.

Wir setzen uns mit unseren Vorurteilen anderen Kulturen, Familienmodellen, Religionen oder Weltanschauungen und anderen Aspekten menschlichen Zusammenlebens gegenüber auseinander und reflektieren sie bewusst.

 

Integrationsarbeit

Wir arbeiten in unseren Kindertagesstätten inklusiv. Durch die strukturellen Vorgaben sind wir jedoch verpflichtet auch integrativ zu arbeiten. In unseren Einrichtungen sind FacherzieherInnen für Integration oder HeilpädagogInnen beschäftigt, die die Aufgaben im Rahmen der Integrationsarbeit übernehmen. Sie tauschen sich regelmäßig in der AG Integration über ihre Arbeitsinhalte aus.

 

Beobachtung und Dokumentation

 

Der Beobachtung und Dokumentation kindlicher Entwicklung kommt im pädagogischen Planungsprozess eine besondere Bedeutung zu. Alle Kindertagesstätten arbeiten mit dem trägereigenen Entwicklungsportfolio. Das Sprachlerntagebuch mit der Lerndokumentation ist Bestandteil des Entwicklungsportfolios.

Beobachtungsinstrument sind die Lerngeschichten, die wir nach dem neuseeländischen Prinzip praktizieren.

 

Um eine mehrperspektivische Sicht auf kindliches Lernen zu sichern, findet in den Kitateams ein regelmäßiger kollegialer Austausch statt. Darüberhinaus haben wir die Methode der kollegialen Fallberatung im Träger installiert.

 

Übergänge gestalten

 

Übergänge finden im Laufe des Lebens eines Menschen immer wieder statt. Erfährt ein Kind Übergänge als positiv und gewinnbringend, kann es diese Erfahrungen auf ähnliche Situationen in seinem späteren Leben übertragen.

Für die meisten Kinder und ihre Familien ist der Übergang von der familiären Betreuung in die Kindertagesstätte der erste Übergang. Wir widmen diesen Prozessen sehr viel Aufmerksamkeit. Angefangen vom ersten Informationsgespräch bis hin zum ersten Entwicklungsgespräch am Ende der Eingewöhnung in die Kita liegt der Fokus beim Kind und seiner Familie und auf der Entwicklung einer Partnerschaft zwischen Eltern und ErzieherInnen. (siehe Entwurf Eingewöhnungskonzept MiniKitas First gGmbH)

 

In einer unserer Einrichtung findet nach ca. 2 Jahren, nach Erreichen des 3. Lebensjahres der Übergang von der Krippengruppe in die Gruppe der Kitakinder statt. Dieser Übergang wird durch ein ausführliches Entwicklungsgespräch mit den Eltern vorbereitet und von unterschiedlichen Ritualen für und mit den Kindern begleitet.

 

Das letzte Jahr vor Beginn der Schulpflicht markiert den Übergang in die Grundschule. Dieses letzte Kitajahr ist geprägt von Angeboten zur Schulvorbereitung. Alle Einrichtungen von MiniKitas First gGmbH gehen eine Kooperation mit einer nahe gelegenen Grundschule ein. Die AG „Kinder über drei Jahren“ hat ein Konzept für den Übergang in die Grundschule mit Kitaübergreifenden Angeboten für Kinder und Eltern erarbeitet. (siehe Konzept zum Übergang in die Grundschule) 

Erziehungspartnerschaft gestalten

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist einer der Schwerpunkte unserer Arbeit. Das Herzstück der Zusammenarbeit ist der Gedanke einer Erziehungspartnerschaft als Basis für gemeinsames Überlegen und pädagogisches Handeln. Familie und Kindertagesstätte öffnen sich füreinander, machen ihre Erziehungsvorstellungen transparent und kooperieren zum Wohle der ihnen anvertrauten Kinder. Sie erkennen die Bedeutung der jeweils anderen Lebenswelt für das Kind an und teilen die Verantwortung für die Förderung der kindlichen Entwicklung. Sie ergänzen sich und bereichern sich wechselseitig, denn pädagogische Arbeit im Kita kann letztlich ohne eine intensive Zusammenarbeit mit Eltern nicht erfolgreich sein. Wir verstehen Eltern als Experten ihres Kindes. Alle Fachkräfte führen regelmäßige Entwicklungsgespräche mit den Eltern durch, in denen sie sich über die Entwicklung des Kindes verständigen und gemeinsame Ziele erarbeiten.

Zusammenarbeit mit den Eltern heißt auch, Eltern über Kitabelange hinaus zu beraten und auf Beratungsangebote in Selbsthilfegruppenund Beratungsstellen der öffentlichen und der freien Jugendhilfe hinzuweisen, in denen sie sich mit anderen Eltern oder Fachleuten austauschen können.

 

Konflikte können sich aus unterschiedlichen Werten, Erziehungszielen und Erziehungsstilen ergeben. Konflikte thematisieren und bearbeiten wir gemeinsam. Dafür steht den Fachkräften und Eltern die pädagogische Leitung zur Vorbereitung oder Moderation von Konfliktgesprächen zur Verfügung.

 

Zusammenarbeit mit Eltern nichtdeutscher Herkunftssprache

 

In der Zusammenarbeit mit den Familien lernen PädagogInnen andere Kulturen kennen und setzen sich mit deren Werten und Vorstellungen von Erziehung und Bildung aktiv auseinander. Zugleich wird in der Kindertagesstätte ein Klima aufgebaut, das dem Kind und seinen Eltern vermittelt, dass sie angenommen werden und Interesse an ihnen und ihrer Herkunft besteht. Gerade die Einbeziehung der Eltern in den Kitaalltag bietet hier vielerlei Möglichkeiten.

 

So gewinnen PädagogInnen viele Ideen für die interkulturelle Erziehung, die alle Kinder auf das Leben in der multikulturellen Gesellschaft unserer Stadt, im vereinten Europa und in einer immer kleiner werdenden Welt vorbereitet.

Auftretenden Kommunikationsproblemen wegen fehlender Deutschkenntnisse wird vielseitig begegnet: PädagogInnen, die die Muttersprache der Eltern beherrschen, übernehmen hauptsächlich die Kommunikation; andere Eltern, die die Muttersprache der Eltern sprechen, können in Alltagsgesprächen eine Dolmetschfunktion übernehmen; für Entwicklungsgespräche und Elternabende kann der Gemeindedolmetscherdient der Bezirksämter zu Hilfe geholt werden; alltägliche Dinge können in einem kleinen Heft verschriftlicht werden und ein anderes Familienmitglied, das die deutsche Sprache beherrscht, kann in Ruhe zu Hause übersetzen. Für jede Familie lässt sich eine individuelle Lösung finden. Aushänge mit organisatorischen Hinweisen erfolgen

in mehreren Sprachen.

PädagogInnen bieten Beratung an, wo Sprachkurse für Eltern stattfinden oder vermitteln Kontakt zu einer Beratungsstelle für Migranten bzw. Aussiedler, zum Arbeitsamt/Jobcenter, zur Frühförder- oder Erziehungsberatungsstelle.

 

Familien mit einer Fluchterfahrung finden in unseren Kindertagesstätten einen Platz. Wir arbeiten mit den Erziehungs- und Familienberatungsstellen der Bezirke zusammen, um den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Eltern gerecht zu werden. Wie organisieren Fortbildungen zum Umgang mit Fluchterfahrungen und Traumata an bzw. vermitteln Fortbildungen externer Bildungsträger.

 

Beschwerdemanagement

 

Mit einer Beschwerde äußern Eltern ihre Unzufriedenheit, die aus einer Differenz zwischen ihren Erwartungen an die und der tatsächlichen Ausgestaltung der von der Kita erbrachten Leistung entsteht. Wir sind offen für Beschwerden und nehmen sie ernst, gehen ihnen nach und stellen den Grund für die Beschwerde nach Möglichkeit ab. Wir begreifen diese Rückmeldungen als konstruktive Kritik, die uns die Chance zur Weiterentwicklung bietet.

 

Die MitarbeiterInnen sind im Umgang mit Beschwerden geschult und mit unserem Beschwerdemanagement vertraut. Das Formular FB Beschwerdeformular Kita dient zur Aufnahme von Beschwerden in der Kindertagesstätte. Beschwerden werden unverzüglich und von der jeweils zuständigen Person bearbeitet. Für allgemeine organisatorische und pädagogische Belange ist die Teamleitung zuständig. Beschwerden, die sich an einzelne MitarbeiterInnen richten werden von diesen in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Teamleitung bearbeitet.

 

Eltern können ebenso Beschwerden bei der Beschwerdestelle des Trägers einreichen. Dies kann telefonisch, auf postalischem Weg oder per E-Mail erfolgen. Diese Beschwerden werden in Rücksprache mit der Teamleitung und / oder der pädagogischen Leitung bearbeitet. Eltern erhalten zeitnah eine Rückmeldung.

Kinderschutz

 

Nach §8a SGB VIII sind wir verpflichtet im kollegialen Austausch und unter Hinzuziehung einer insoweit erfahrenen Fachkraft einem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung nachzugehen und Eltern zur Mitwirkung zu motivieren.

 

Der Träger hält eine Kinderschutzbeauftragte (Multiplikatorin für Kinderschutz) vor, die Teams beratend zur Seite steht. Verfahrensabläufe sind verbindlich im Rahmen des QM geregelt und im trägereignen Kinderschutzordner hinterlegt sind. Alle Mitarbeiter_innen der MiniKitas First gGmbH werden einmal jährlich im Kinderschutz unterwiesen. Es finden darüber hinaus regelmäßig Fortbildungen zu Themen wie Prävention, Verfahrensweisen, Erscheinungsformen und Gesprächen mit Eltern im Kontext von Kindeswohlgefährdung statt. Alle pädagogischen Fachkräfte sind verpflichtet, Fortbildungen wahrzunehmen.

 

Ebenso sind alle Teams verpflichtet sich mit grenzverletzendem und grenzüberschreitendem Verhalten und begünstigenden Bedingungen auseinanderzusetzen und diese abzustellen bzw. zu verhindern. Verfahren für den Umgang mit grenzverletzendem, grenzüberschreitendem und missbrauchendem Verhalten von Mitarbeiter_innen sind im Rahmen des QM geregelt. 

Qualitätssicherung & Qualitätsentwicklung

 

Orientierungsqualität

 

Gemeinsame Erziehung aller Kinder in Kindertageseinrichtungen hat dann eine Chance, wenn Konzepte entwickelt werden, die es Pädagog_innen erlauben, den ihnen anvertrauten Kindern mit ihren individuellen Fähigkeiten, Begabungen und Bedürfnissen ein ebenso individuelles und unterschiedliches Angebot von Lern- und Spielmöglichkeiten zu offerieren. Auch müssen sie sich Zeit nehmen, Entwicklungen zu beobachten und dabei ihren Beobachtungsschwerpunkt auf Ressourcen zu legen.

 

Um diese Arbeit zu gewährleisten, sind eine Auseinandersetzung mitLeitbildern und Konzeptionen erforderlich und die Entwicklung eines Menschenbilds, das die Idee gemeinsamer Erziehung und die sich daraus ableitenden Ziele für pädagogisches Handeln trägt. Konzeptionen müssen immer wieder reflektiert und überprüft werden, inwieweit sie den Ansprüchen und Bedürfnissen des Trägers, der Pädagog_innen, Eltern und Kinder noch standhalten.

 

Strukturqualität

 

Strukturelle Rahmenbedingungen bezüglich des Personals und seinen Arbeitsbedingungen, der Gruppengröße, der Ausstattung, der gesetzlichen und finanziellen Vorgaben sind das organisatorische Fundament für die differenzierte und anspruchsvolle sozialpädagogische Arbeit gemeinsamer Erziehung aller Kinder und die angemessene Begleitung ihrer Eltern. Ohne die Sicherheit dieser Grundlagen sind Ergebnisse eher zufällig und entbehren einer qualitativ anspruchsvollen und überprüfbaren Fachlichkeit. Auch erhält die gesellschaftlich wichtige Aufgabe der gemeinsamen Erziehung nur mit gesicherten Strukturen die Chance, die sie verdient.

Der Träger stellt die im Rahmen der Finanzierung von Kindertagesstätten im Land Berlin möglichen Ressourcen zur Verfügung, sorgt für eine angemessene Ausstattung und übernimmt verwalterische Aufgaben.

Der Träger richtet sich nach dem Fachkräftegebot, reagiert aber auf die aktuelle Situation auf dem Arbeitsmarkt, indem er unterstützende Kräfte wie Erzieherhelfer_innen und Sozialassistent_innen intern aus- und weiterbildet. Neues Personal wird in der Kindertagesstätte eingearbeitet und bekommt einen Mentor an die Seite gestellt.

Lernen ist ein lebenslanger Prozess. Alle Mitarbeiter_innen der MiniKitas First gGmbH nehmen regelmäßig an vom Trägerverein oder anderen Bildungseinrichtungen angebotenen Fort- und Weiterbildungsseminaren teil. Trägerinterne Fortbildungen können Mitarbeiter_innen unseres Trägers kostenfrei nutzen. Mitarbeiter_innen können fach- und Fallberatung nutzen. Es besteht die Möglichkeit zu coaching, Supervision und Maßnahmen zur Teamentwicklung. Im Rahmen des Gesundheitsmanagements befasst sich der Träger u.a. mit Themen wie „Älter werden im Beruf“ und „Gesundes Leiten und Führen“. Familienunterstützende Maßnahmen sind uns wichtig. Schwangere Mitarbeiterinnen können nach der 12. Schwangerschaftswoche einen vorzeitigen Mutterschutz

nutzen, Mütter und Väter werden bei Nutzung der Elternzeit unterstützt, Kinder von Mitarbeiter_innen können besuchsweise und kostenfrei unsere Einrichtungen besuchen. Gemeinsame Feste stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl.

 

Prozessqualität

 

Der Grundgedanke des Lernens in einer inklusiven Kindertageseinrichtung ist, dass jedes Kind das lernen kann, was es eben in seiner „Hier und Jetzt-Situation“ (Besems/ van Vught, 1988) lernen kann. Für die Pädagog_innen bedeutet das, verschiedenste Lernschritte auf dem Weg zu Erziehungszielen wie die Entwicklung von Handlungskompetenzen, Autonomie und Solidarität innerhalb einer Kindergruppe anzustoßen.

Lebens- und Handlungskompetenz, Autonomie und Solidarität, gedacht als Lernchancen für alle Kinder, gestalten sich natürlich in einer Kindergruppe unterschiedlich, in der Kinder unter den verschiedensten Entwicklungsvoraussetzungen wachsen und lernen. Dies zu erkennen und die unterschiedlichen Kompetenzen und Entwicklungschancen der Kinder richtig einzustufen, zu respektieren und in die Planung des Kitaalltags mit einzubeziehen, gehören zu den anspruchsvollen Aufgaben unserer inklusiven Arbeit. Voraussetzung dafür ist genaues Beobachten und Wahrnehmen des einzelnen Kindes wie auch das Beachten der Beziehungen der Kinder innerhalb der Gruppe untereinander und zwischen den Kindern und ihren Betreuungspersonen. Die gezielten Beobachtungen und ihre Reflexion darüber erlauben den Pädagog_innen, dort anzusetzen, wo die Bedürfnisse und die Fähigkeiten des einzelnen Kindes und der Gruppe liegen.

 

In den kitaübergreifenden Arbeitsgruppen und im Qualitätszirkel werden Prozesse reflektiert, für alle verbindlich festgelegt und reflektiert. In diesen Gremien entwicklen alle Fachkräfte gemeinsam das QM-Handbuch unseres Trägers weiter.

 

Ergebnisqualität

 

Eltern als wichtigste und wertgeschätzte Ansprechpartner erfahren die Ergebnisse gemeinsamer Erziehung in Elterngesprächen, den Schilderungen von Entwicklungsverläufen, in Entwicklungsberichten und an Elternabenden. Ergebnisse werden aber auch durch Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit gewürdigt (z.B. Tage der Offenen Tür, Feste und Feiern, Homepage usw.), und durch Reflexionen und Beschreibungen über pädagogische Prozesse und durchgeführte Projekte festgehalten und dokumentiert.

Im Rahmen der internen Evaluation nach dem Berliner Bildungsprogramm reflektieren die Teams der Einrichtungen ihre pädagogische Arbeit. In diesem Prozess wird die geleistete Arbeit reflektiert, der Ist-Zustand kritisch hinterfragt und neue Ziele werden aufgestellt. Es ist ein fortlaufender Prozess und bildet die Grundlage für das Fortschreiben der Konzeptionen. Regelmäßig finden Elternbefragungen statt, die in den einzelnen Einrichtungen im Rahmen von Teamsitzungen und für den gesamten Träger im Rahmen der Teamleiterbesprechung ausgewertet werden.

Das Trägerteam (Geschäftsführung, Beauftragte der obersten Leitung und Pädagogische Leitung) evaluiert sich nach ebenfalls regelmäßig.

Einmal jährlich findet eine Mitarbeiterbefragung statt. So wird eine Situationsanalyse erstellt, aus der dann Schlüsse für anstehende Veränderungen gezogen werden.